Bild: Sourav auf Pixahive

Stress einfach wegmeditieren

Von Hannah Götz

Die Meditation hat ihren Ursprung in Indien und wurde schon einige tausende Jahre vor Christus bekannt. Beim Meditieren geht es im Grunde genommen darum, seine Aufmerksamkeit zu bündeln und sich auf einen Gedanken, ein Gefühl oder seinen Atem zu fokussieren und alles andere unberücksichtigt zu lassen.

Regelmässig durchgeführt hilft Meditation mit seinen Gedanken, Emotionen und Stress besser umgehen zu können. „Durch tägliches Üben, selbst bei nur 10 Minuten am Tag, zum Beispiel gleich nach dem Aufstehen morgens, lässt sich der empfundene Stress reduzieren“, schreibt Dorian Hartlaub auf Anfrage von josefine. „Das funktioniert auch gut bei Schülerinnen und Schülern“. Dorian Hartlaub ist Psychologe an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main und beschäftigt sich seit längerer Zeit wissenschaftlich mit dem Thema Meditation.

Dorian Hartlaub sagt: „Meine Empfehlung ist bei Möglichkeit einmal an einem Meditations-Kurs teilzunehmen, der in das Thema und in die Praxis von Meditation einführt”. Allerdings könne man es auch erst einmal auf eigene Faust ausprobieren, um zu schauen, ob man am Meditieren überhaupt Spass hat und es sich eignet.

Meditations-Experte Dorian Hartlaub hat josefine eine Liste zusammengestellt, damit es jeder einmal für sich ausprobieren kann:

1. Sucht Euch einen ordentlichen, saubereren und ruhigen Ort, damit der Geist zur Ruhe kommen kann

2. Es sollte für den Anfang immer der gleiche Ort sein, damit eine Gewohnheit entstehen kann

3. Regelmäßigkeit ist beim Meditieren ganz besonders wichtig. Es ist besser täglich 10 Minuten zu meditieren als nur alle 10 Tage für 100 Minuten.

4. Die Sitzhaltung sollte bequem, jedoch aufgerichtet sein, ohne die Arme vor dem Körper zu verschränken und mit geradem Rücken, damit die Atmung gut fließen kann. So lässt sich beispielsweise gut im aufrechten Schneidersitz sitzen, wenn man sich an eine Wand anlehnt.

5. Es hilft, sich ein Objekt auszuwählen, auf das man während des Meditierens seine Aufmerksamkeit lenkt. Sehr gut funktioniert es, wenn man seine eigene Atmung beobachtet (der Bauch hebt sich bei Einatmen und senkt sich beim Ausatmen).

Dazu gibt es zahlreiche gute Videos auf YouTube (zum Beispiel
hier), in denen jede einzelne Übung beschrieben wird. In den Appstores von Apple und Android gibt es zudem eine grosse Auswahl an Meditations-Apps wie 7Mind oder Calm, die beim Meditieren helfen.